Mittwoch, 1. Juli 2015

Vornehm in Bosa


Sehr vornehnm die beiden und ein bißchen 19. Jahrhundert. Dabei ist Bosa, die Stadt, wo ich dieses Toilettenschild photographiert habe, viel älter, römischen Ursprungs und mit einer Burgruine aus dem 12. Jahrhundert.
Unbedingt durch die Altstadt laufen und sich ein wenig treiben lassen im Bunt der Häuser.






Montag, 29. Juni 2015

Baumwipfelpfad - Bad Wildbad




Am Sonntag habe ich die Familie zu einem Ausflug überredet. Überredet deshalb, da wir im Moment am Sonntag am liebsten nichts zu tun, bzw. das kleine g mit den Nachbarskinder spielt und nur zu den Mahlzeiten erscheint.  
Aber der Baumwipfelpfad in Bad Wildbad bekam den familären Zuschlag vom Sommermodus abzuweichen. Vom Landhaus fahren wir  nur 1 Stunden in den Nordschwarzwald, von daher war auch frühes Aufstehen keine Notwendigkeit. 
Wie ist er nun der Baumwipfelpfad aus Kindersicht ?
  • Geschicklichkeitsstationen /Balance: die fand das kleine g super,  aus ihrer Sicht hötte es davon mehr und schwierigere geben können
  • Naturerklärstationen: fand sie so ganz ok
  • Aussichtssturm: spannend
  • Riesenrutsche: grrr, zu lang und man kann nicht zu zweit fahren, das war ihr zu unheimlich
Und wir großen? Ich mag den Schwarzwald auch ohne Spektakel, aber die Architektur des Aussichtsturms fand ich doch auch hinreißend. Und mehr Besucher - und das wünsche ich dem Schwarzwald - bringt es eben allemal. Wir sind dann noch zur Grünhütte gelaufen, sofort wird es wieder etwas ruhiger und der Heidelbeerpfannkuchen ist dort immer noch so lecker wie in meiner  Kindheit.






Sonntag, 28. Juni 2015

Wochenschnipsel #23



Gesehen
Shabby Style, woanders schön, aber nicht bei uns
Gelesen
 die Kritiken zum Stuttgart Tatort, hallo es ist Fiction, über schlecht gemachtes Fernsehen kann man sich schon unterhalten, ne Karlsruher Straßenbahn in Stuttgart, man was soll das
Gehört
Klangkarusell, Sonnentanz, treibt mich an beim Joggen
Gegessen
geröstete Maultaschen, das geht immer und ein GlücklichmachEssen

Getrunken
Sekt rose
Geärgert

über zu viel Hausaufgaben
Gefreut
Über den neuen Sessel
Gekauft
ein Stuhl, wir wohnen jetzt ja auch schon 3 Jahre, hier da haben wir dann mal zugeschlagen und den 3. Stuhl gekauft und siehe oben
Geklickt

Freitag, 26. Juni 2015

Ich backs mir Rührkuchen: Holundergugl

Rührkuchen das passt, das ist unser Familienkuchen. Meist ist alles da und es geht schnell und man kann immer wieder neu improvisieren. Ein Sommerrührkuchen sollte auch immer fruchtig sein, das kleine g mag aber die Konsistenz fluffig und fruchtig nicht, also gibts bei uns kein Obst im Rührkuchen, hier macht der Holundersirup den Sommer


Zutaten
100 gr. weiche Butter
75 gr. Zucker
2 Eier 
150 Joghurt
75 ml Holundersirup
50 gr Speisestärke
50 gr gemahlene Mandeln
100 Mehl 
1 Tl Backpulver

Butter mit Zucker cremig schlagen, Eier unterrühren und dann den Joghurt und den Sirup einrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver dazugeben. Bei 175 Grad 30 Minuten backen.
Anschließden etwas Puderzucker und Holundersirup verrühren und mit der Glasur den Kuchen bestreichen



Extravagante Rührkuchen gibts wie immer hier

Sonntag, 21. Juni 2015

Wie alles begann - der Tick

Ich habe da so ein Tick...

Es begann alles ganz harmlos im analogen Zeitalter. Ich saß in einem Seminar oder einer Weiterbildung (so genau weiß ich das gar nicht mehr) und die Dozentin erzählte beiläufig davon, dass sie eine Kollegin habe, die sich ganz genau Toilettenschilder ansieht. Warum? Weil man schon daran gesellschaftlich Rollenwahrnehmung erkennen könne. Männer meist mit breiten Schultern und die Frauen kaum merklich kleiner, aber immer etwas zierlicher. Interessant so ein Blick, dachte ich mir und ging- na klar - aufs Klo, weil das weitere wissenschaftliche Gedöns über Kloschilder und Gender für mich als Kind aus einer bildungsfernen Schicht dann doch etwas zu angestrengt wirkte. 

Aber irgendwie hat es mich dann nicht mehr losgelassen und seitdem photographiere ich Toilettenschilder. Im smartphonefreien Zeitalter meist nur im Urlaub, denn wer hatte schon immer ein Kamera dabei und so gibt es irgendwo in den Tiefen der Negativkiste Toilettenschilder aus Island, Neuseeland etc. 


Und heute ist alles dank Smartphone ganz einfach. Mit der "immer-dabei-Kamera" gehts ganz fix und  mittlerweile bekomme ich auch schon Tipps, nein nicht wo es tolles Essen oder coole Cocktails gibt, sondern wo in Restaurants besonders schöne Toilettenschilder zu finden sind.
Das kleine g hält es übrigens für völlig normal und informiert schon mal, während ich verzweifelt versuche ein spiegelfreies Foto zu machen, sichtlich irritierte Klogänger, dass die Mama nur noch schnell ein Foto für die Sammlung machen muss.


Diese Toilettenschilder sind aus Sardinien, aufgenommen in Stintino im Hotel Cala Reale.

Erwachsenenmeinung zu unserem Standort:
Stintino liegt ganz im Nordwesten Sardiniens und ist als Standort für Ausflüge nur so bedingt geeignet (da man von der Landzunge immer ganz schön weit ins Landesinnere fahren muss), der Ort ist hübsch,aber ganz schön touristisch. Die Strände sind wunderschön, ab 1. Juni allerdings proppenvoll

Kindermeinung zu unserem Standort: kleines g (7 Jahre):
Toller großer Pool im Hotel, prima Spielplatz direkt vor dem Hotelzimmer, leider wenige deutsche Kinder, viele italienische Kinder, prima flaches Meer, guter Strand bis 1. Juni zum Burgen bauen, dannach zu wenig Platz dafür

Samstag, 20. Juni 2015

Wochenschnipsel #22

Gesehen
eine Hochzeitskutsche, die gerade bei uns vor der Haustüre vorbeigefahren ist, mit einer glücklichen Braut und einem stolzen Papa und jetzt scheint auch die Sonne Gelesen
die neue deli und mitten auf der Küchentheke liegengelassen, damit das große G sich schöne Rezepte für die Familie heraussucht
Gehört
Interview mit Wolfgang Blau, der für die Digitale Strategie des Guardian seit 2013 zuständig ist, und das Digitale als Chance interpretiert. Interessiert mich, da ich mit der gedruckten Tageszeitung aufgewachsen bin und merke, wie sie auch aus meinem Alltag immer mehr verschwindet
Gegessen
Indisches Curry mit ganz viel Bohnen im Haus der Familie in Stuttgart,  machmal der Ort, wo ich Mittagspause mache

Getrunken
Holunderschorle (aus selbst gemachtem Holundersirup)
Geärgert

Über mein dämliches Verhalten an einer Ampel als Radfahrer
Gefreut
über ein Urlaubsidee für den Sommer Quizfrage, wer weiß wo die Unstrud liegt?
Gekauft
Man darf es kaum sagen, 3 Paar Schuhe für das kleine g ! (Sportschuhe fürs Freie, Sommerhausschuhe fürs Landhaus und Sandalen)
Geklickt
 hier geklickt um sich mal klarzumachen, wo wir im Sommer radfahren werden

Donnerstag, 18. Juni 2015

Gartenfest mit Kindern

Deko ist nicht alles. Das ging schief. Kindergeburtstag ist für mich immer Hyperstreß. Ich weiß auch nicht, ich bin hier völlig unentspannt. Wahrscheinlich, weil so viele Erwartungen damit verbunden sind. Wie wichtig den Kindern der Geburtstag ist. Wir haben den Geburtstagstermin auch noch verschoben, damit die beste Freundin des kleinen g teilnehmen konnte. Das große G und ich haben gebastelt, getüftelt und gewerkelt. Ich habe in der Woche ca. 50 Muffins und einen Erdbeerkuchen gebacken (also für die Geburtstagsfeier und die Schule).  Das Wetter war super und so gab es Muffins und Saft im Garten und dann eine Schatzsuche durchs  Dorf.  Ich habe Kiesel angesprayt für eine Spur, wir haben ein Puzzle gemacht und es gab auf dem Weg am Brunnen eine Capri- Sonnenstation und als die Schildkröten entdeckt wurden gabs ein Eis. Nachdem Pfeilspuren, Goldkiesel, Korkenspuren verfolgt wurden, wurden bei uns im Garten die Schätze entdeckt: Kleine Tipizelte mit einem Pixi-Sachbuch über Indianer. Dann haben wir den Kinder Zeit zum Spielen gelassen und mit ihnen zusammen ein Feuer gemacht und Stockbrot und Wurst gegrillt





Mhm, hört sich alles nicht soo schlecht  an glaube ich. Dennoch ich fand, es war nicht so toll. Das erste Kind hat schon kurz nach dem ankommen gefragt, wann man rein ins Haus geht. Hallo, es war sonnig und warm, was soll man den da im Haus. Nach der Schatzsuche kam dann von einem anderen Kind die Frage, was gibts jetzt. Äh, jetzt könnt ihr spielen und zwar was ihr wollt. 

Ganz schön frustrierend. Klar Programm und Sturktur ist wichtig. Aber zuviel ist nicht unser Ding.
Was ich sicherlich anders machen würde, die Kinder mehr auf das Indianer Thema einstimmten, das war nicht  so gut von uns geplant und gemacht (vielleicht eine Geschichte erzählen oder doch ne kleine Bastelei) Dennoch diese Konsumhaltung "es wird mit mir was gemacht" finde ich schwierig.

Anmerkung 1: Das groß G fand den Geburtstag ganz in Ordnung, das kleine g hat auch nichts negatives zum Geburtstag gesagt

Anmerkung 2: Das kleine g und das Nachbarskind haben letztes Wochenende einen Faden genommen und den halben Tag unser Haus umwickelt, beworfen, verknotet, Wege durch den Garten gezogen und was weiß ich noch.... Zwei Landkinder, die einfach gespielt haben. Können die Stadtkinder mit der Freiheit des Spiels im Freien nichts mehr anfangen, wie schrecklich, wenn das so wäre...